Herzschlagfinale nichts für schwache Nerven

TSV Rothwesten – SG Reinhardshagen 5:5 (1:2)

Torschützen TSV: 1:0 (26.), 4:3 (75.) u. 5:5 (90.+5.) Emre Bicer, 2:3 (59.) Leon Latifi, 3:3 (61.) Dylan Demirsoy.

Nach anfänglichem vorsichtigem Abtasten nahm das Spiel in der 26. Minute Fahrt auf. Emre Bicer erlief sich einen Pass aus der eigenen Hälfte sprintete in Richtung gegnerisches Tor und traf eiskalt zur 1:0 Führung.

Das sollte eigentlich für Ruhe im Spiel der Heimelf sorgen, doch genau das Gegenteil war der Fall. Katastrophale Fehler in der Defensive eröffneten den Gästen durch Lukas Salomon den Ausgleich und keine drei Minuten später mit einem Gewaltschuss sogar die 1:2 Halbzeitführung. Gleich nach Wiederbeginn das 1:3 durch Jan Paar. Nach Eckball nickte er das Sportgerät, umringt von sieben Rothwester Kickern, zum 1:3 in die Maschen. Die Rothwester Fans am Spielfeldrand gaben keinen Pfifferling mehr auf die Jungs von Coach Ulli Siewert. Doch weit gefehlt, nach einem Blackout des SG Keepers drosch Leon Latifi den Ball ins SG Tor. Emre Bicer „Man oft the match“ brachte die Pille per Kopf zu Dylan Demirsoy der mit hohem Bein und Fußspitze den Ausgleich markierte. Nun ging ein Ruck durch die TSV Elf – man wollte mehr. Allen voran Emre Bicer, der mit einer Energieleistung über die rechte Angriffsseite und anschließendem Flachschuss ins lange Eck die Rothwester Führung erzielte. Zehn Minuten später wieder der Ausgleich (85.) durch Jan Paar, nachdem die TSV Defensive den Ball nicht aus der Gefahrenzone herausbringen konnte. Der durchgebrochene Dylan Demirsoy vergab per Schlenzer eine erneute Führung.

Die Strafe folgte auf dem Fuße. In der Nachspielzeit (90. + 2.) traf der Ex Rothwester Mykhailo Serdiuk per Distanzschuss zum 5:4 und vermeintlichem Reinhardshäger Sieg. Doch das Beste kommt zum Schluss: Mit der letzten Aktion des Spieles dann der verdiente Ausgleich. Einen direkten Freistoß hämmerte Emre Bicer zum 5:5 aus gut zwanzig Metern in die Maschen des SG Tores. Der anschließende Jubel kannte keine Grenzen und der Punkt war redlich verdient. Trotz aller positiven Emotionen: fünf geschossene Tore müssen für einen Sieg reichen. Eine effektive und konsequente Defensivarbeit sollte dringend ins Konzept der Mannschaft Einzug halten.